Mitgliederreise "Südafrika 2013"

Mutlangen, 29.04.2013

Afrika – unvergessliche Eindrücke aus einem fremden Land

Mitgliederreise der Raiffeisenbank Mutlangen eG nach Südafrika

Die Raiffeisenbank Mutlangen eG hat in Begleitung von Karl-Gerhard Berroth eine Reise zum Süden des Afrikanischen Kontinents organisiert und hat die Teilnehmer unvergessliche Eindrücke erleben lassen. Landschaft, Kultur und Siedlungsgeschichte wurden den Teilnehmern von örtlichen Reiseleitern verständnisvoll nahegebracht.

Nach einem angenehmen Nachtflug ab Frankfurt wurde die Reisegruppe bei strahlendem Sonnenschein in Johannisburg von der örtlichen Reiseleiterin begrüßt. Moderne Hochhäuser, geschäftiges Treiben, so der erste Eindruck. Eine orientierende Rundfahrt durch Südafrikas Hauptstadt Pretoria führte vorbei am Haus des Staatsgründers Paul Krüger, mitten durch die Innenstadt und wieder in den Außenbezirk zum Parlament mit seinem terrassenförmig angelegten Park. Anderntags ging die Reise durch die malerischen Hügel der Provinz Mpumalanga, begleitet von erntereifen Maisfeldern und vielen Geschichten. Im Ort Lydenburg fielen einstmals viele der ersten Siedler, „Voortrekker“ genannt, einer Malaria-Epidemie zum Opfer, am Robberspass wurde einst die Postkutsche überfallen und die alte Goldgräberstadt „Pilgrim’s Rest“ hat den Charme des 19. Jahrhunderts bewahrt. Farbenfroh mit geometrischen Mustern bemalt sind die Hütten der Ndebele, die Stammestracht der Frauen wurde erläutert, gebratene Maden wurden zur Verkostung angeboten (was einige Reiseteilnehmer tatsächlich annahmen!). Herrlich war der Blick über den bewaldeten Canyon des Blyde River von „God’s Window“ aus, beklemmend die ärmlichen Siedlungen der schwarzen Bevölkerung in den Homelands. Der vierte Reisetag war zweifelsohne der Höhepunkt des ersten Reiseabschnitts. „Heia Safari!“ hieß es im Krüger Nationalpark. Gleich nach Sonnenaufgang kletterten die Reisenden auf Jeeps, und die spannende Suche nach wilden Tieren begann. Das war definitiv spannend, denn im Gegensatz zum Besuch im Zoo haben die Tiere in der freien Wildbahn unzählig viele Möglichkeiten, in Deckung zu bleiben. Die Mutlanger Gruppe hatte viel Glück: Zwei Nashörner querten direkt vor den Jeeps ganz gemütlich die Straße, meterhohe Giraffen fraßen nahe dem Fahrweg Blätter von den Bäumen, Elefantenherden zogen vorbei, Flusspferde lagen faul im Wasser, Impalas und Kudus ästen, Eisvogel und Hammerkopfvogel setzten sich fotogen in Positur. Man fand Spuren von Löwe und Python im Sand und konnte die vorsichtige Annäherung eines Wasserbocks an seine Herzdame beobachten. Der Tag endete beim Schein der Feuer mit Tanzvorführungen des Shangana-Stammes und köstlichem Buffet, bei dem sowohl internationale als auch regionale Speisen zur Auswahl standen.

Nach einem kurzen Inlandsflug fand die Erkundung Südafrikas in Kapstadt ihre Fortsetzung. Absolut europäisch geprägt fühlte sich die Gruppe gleich „wie zuhause“. Keine hohen Mauern mit Stacheldraht mehr um die Grundstücke, wie sie in der Johannesburger Gegend anzutreffen waren, sondern hübsche, weißgetünchte Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten. Stellenbosch liegt mitten im Anbaugebiet der südafrikanischen Weine, und so konnten bei einer Weinverkostung fünf verschiedene Sorten probiert werden. Herrlich anzuschauen sind die Gutshäuser im kapholländischen Stil; Zeugen der über dreihundertjährigen Siedlungsgeschichte sind auch heute noch in den liebevoll eingerichteten Museumshäusern entlang der Garden Route zu finden. Ganz besonders edle Tropfen erwartete die Besucher am Nachmittag: Brandys in vier verschiedenen Altersklassen, gepaart mit Belgischer Schokolade, sorgten für eine beschwingte Stimmung.

Eine besondere Delikatesse erwartete die Reisenden am nächsten Abend: Straußensteak. Nach dem Besuch einer Straußenfarm in Oudtshoorn, bei der sich die jüngste Reiseteilnehmerin als wagemutige Reiterin auf einem Strauß entpuppte, erfuhr man viel Interessantes über diesen größten aller Vögel. So werden die herrlichen Federn des Vogel Strauß jährlich tonnenweise nach Brasilien verschifft, um, bunt eingefärbt, die Sambatänzerinnen zu schmücken.

Die bizarre Höhlenwelt der Cango Caves beeindruckte die Reisegruppe sehr, auch wegen der hervorragenden Akustik. Die überaus sympathische Fremdenführerin sang ein Lied in der Landessprache Africaans, die Gäste ließen zwei deutsche Lieder erklingen. Vor dem Küstenstädtchen Knysna, bekannt durch die Austernzucht, liegt die Featherbed-Insel, ein Seevogelreservat, das die Gruppe durchwanderte. Vorbei an endlosen, bereits abgeernteten Getreidefeldern ging die Fahrt zurück nach Kapstadt. Der vorletzte Tag führte die Gruppe auf die Kaphalbinsel. Per Schiff ging es zu einer Pelzrobben-Kolonie. Ein Gruppenfoto am Kap der Guten Hoffnung ist ein Muss, der Besuch einer der wenigen Pinguin-Kolonien außerhalb der Antarktis gehört jedoch genauso zu den Höhepunkten einer Südafrikareise wie auch der abendliche Bummel entlang der Waterfront in Kapstadt. Das Wetter war der Gruppe hold, und so konnte am Tag der Heimreise frühmorgens der Tafelberg per Seilbahn erklommen werden. Eine herrliche Sicht auf Kapstadt belohnte die Reisenden und hinterließ unvergessliche Eindrücke von diesem besonderen
Stückchen Erde.